Die Küchenplanung

18. August, 2010

Ein guter Arbeitstisch hat eine angenehme Höhe; perfekt wäre die Höhenverstellbarkeit. Die obere Kante der Arbeitsplatte sollte, je nach Körpergröße des Benutzers, ungefähr 96 Zentimeter hoch sein. Die standardisierten 90 Zentimeter Höhe stammen aus der Zeit der Frankfurter Küche und sind für durchschnittlich große Menschen ungeeignet, ja gesundheitsschädlich, weil man dadurch den Rücken unnötig verbiegen muss.

Geeignete Arbeitsfläche wählen

Den oberen Abschluss sollte schließlich eine eine gute Arbeitsplatte bilden. Sie besteht am besten aus Glas oder Edelstahl. Beide Oberflächen sind hygienisch unbedenklich, leicht zu reinigen und hitzebeständig. Auf der Arbeitsplatte sollte sich ein Brett aus Holz oder, noch besser, aus geeignetem Kunststoff befinden, etwa aus Polypropylen. Empfehlenswert sind auch die neuartigen, antibakteriellen und flexiblen Schneidunterlagen. Sie sind etwas flexibeler und schonen den Schliff der Messer.

Man kann solche Arbeitsplatten zur Reinigung leicht unter fließendes Wasser halten. Selbst wenn mancher Zeitgenosse der Meinung ist, dass man auf einer guten Arbeitsplatte auch ohne Unterlage arbeiten kann, rate ich davon ab. Wer zuerst Fisch und dann Geflügel oder zuerst Zwiebel und dann Obst bearbeiten möchte, sollte seine Arbeitsfläche zwischendurch mit heißem Wasser und Seife reinigen können.

Weder die Küche an sich noch die Arbeitsplatte oder das Arbeitsbrett sollten allzu farbig sein. Nur auf einer farblich dezenten Unterlage, gerne in Weiß, Grau oder hellem Beige, kann man Lebensmittel richtig beurteilen. Eine rote Tomate auf einem roten Arbeitsbrett wäre mir ein Graus, ebenso ein Stück Fleisch auf einer grünen Unterlage. Mir könnten solche schrillen Farbspiele den Appetit verderben. Die Schönheit eines frischen, rohen Fisches soll schon auf der Arbeitsplatte ein Genuss für das Auge sein.

Arbeitsabläufe beim Kochen sollen die Küche gestalten

Je nach persönlichen Wohn- und Lebensverhältnissen gibt es sicher mehr als eine richtige Küchenplanung. Grundriss und Geldbeutel machen oftmals Vorgaben, nach denen sich die Küchenplanung richten wird. Falls man nicht an eine Zeile oder eine L-Form gebunden ist, sollte möglichst folgende Idee die Grundlage einer Planung bilden:

Arbeiten in der Küche lassen sich aufteilen in die Bereiche: Vorbereitung-Zubereitung-Anrichten-Reinigen

  • Deshalb kann man eine Küche aufteilen in die Bereiche in denen man vorbereitet/zubereitet mit und ohne Hitze und in einen Bereich, in dem man reinigt.
  • Befindet sich der Arbeitstisch mittig in der Küche und offen zum Wohnbereich ergibt sich die notwendige Mindestbreite von:
  • Arbeitsbereich (60cm) - Gang (100 cm) – Arbeitsbereich (l20 cm) – Gang (l00 cm) - Reinigungsbereich (60 cm) = 4,40 m als sinnvolle Raumbreite.

Hier könnten bei ausreichender Länge Arbeitstisch und Herd eine Mittelachse bilden, so lässt es sich am leichtesten arbeiten.  Etwas mehr Raumbreite macht die Aufteilung noch komfortabler, wesentlich mehr bringt aber keinen Nutzen, da man nur nicht nutzbare Flächen produziert. Falls allerdings die min. 4,40m nicht gegeben sind, könnte der Arbeitstisch trotzdem mittig stehen, die Mittelachse würde dann vom Arbeitsgang bestimmt, der Arbeitstisch würde offen zum Wohnraum stehen, ein Schenkel der Küche mit der Kochmulde unter einer mit dem Waschbecken bilden ein U.

Euer

Christian Mittermeier

Kuechen-Leben.de

Die Küche ist nicht länger nur ein Raum zur Zweckerfüllung, sondern wird immer mehr zum Mittelpunkt der darin wohnenden.

Eine Küche hat man nicht einfach, man lebt in ihr.