Meine Erfahrungen mit Nesmuk Messern

3. December, 2010

Der Gebrauchswert eines Messers hängt nicht von der Schärfe ab. Scharf bekommt man noch das lumpigste Messer. Sogar den Deckel einer Ravioli-Dose kann man scharf wie ein Rasiermesser bekommen. Aber halt nur für einen einzigen Schnitt, dann ist es vorbei mit der Herrlichkeit.

Ein gutes Messer ist scharf und behält lange den Schliff

Die tatsächliche Güte eines Messers wird durch Zähigkeit und Härte des Klingenstahls bestimmt. Eine gute, geschmiedete Klinge ist hart und zäh zugleich, behält lange den Schliff, wenn sie gut gepflegt wird. Damit eine Klinge hart wird, ist es notwendig, dass der Stahl ein möglichst dichtes Gefüge aufweist. Die Zusätze, die einen Stahl rostfrei machen, bewirken in der Regel allerdings, dass die Korngröße steigt und der Schnitt schlechter wird, die Haltbarkeit also sinkt. Das Messer wird schneller wieder stumpf.

Gute Messer waren bisher nicht rostfrei

Deshalb sind richtig gute Messer in aller Regel nicht rostfrei. Bisher benutzte ich in erster Linie ein Yatagan Messer aus dem Hause Herder, liebevoll Lucy von mir genannt. Und meine gute Lucy hat vor einiger Zeit einen Partner bekommen, der mir auch beste Dienste leistet, den kleinen Flachschmieder, auch von Herder und auch nicht rostfrei. Und so bin ich mit den beiden und dem guten Nass-Schleifstein (2000er und 4000er Körnung, japanisch) bestens zufrieden gewesen und ich war mir sicher, genug über Messer und ihre Pflege zu wissen.

Nesmuk Messer

Eine Lehrstunde zu diesem Thema erlebte ich dann vor einigen Tagen. Auf der Eat&STYLE, ich hab dort mal wieder für die AEG gekocht, hab ich den Stand von Nesmuk gesehen. Gehört hatte ich von diesen Messern schon öfter, die ganze Crew von Stefan Marquard arbeitet damit und ist happy.

Lars Scheidler, der Gründer und Inhaber von Nesmuk, ist ein Besessener. Er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und sich auf der ganzen Welt fortgebildet, sein Können perfektioniert. Ein Fachmann par excellence, einer, der für seinen Beruf lebt. Zusammen mit Walter Grave haben mir die beiden eine völlig neuartige Idee vorgestellt: Lars sagt, dass es mittlerweile Stahl in perfekten Qualitäten zu kaufen gibt, dass die Reinheit der Stähle heute besser ist als sie früher jemals war.

Einzigartige Handwerkkunst kombiniert mit rostfreiem Stahl

Er setzt auf höchste Präzision bei jedem einzelnen Arbeitsschritt und auf den hochwertigsten, in diesem Falle aber rostfreien Stahl, den er zu außergewöhnlicher Schärfe und gleichzeitiger Schnitthaltigkeit bringt. Das Geheimnis dahinter ist der Niob-Gehalt des verwendeten Hochleistungs-Stahls. Niob macht den Stahl zäh, fest und rostfrei. Die Klinge hat damit eine einmalige Schneidhaltigkeit und eine bissige Schärfe, die ich so noch nicht kannte.

Diese Messer sind ihren Preis wert

Die Messer haben ihren Preis, den sie mir aber wert sind. In einer Zeit, in der Marketing häufig Produktqualität ersetzt und einige Anbieter mit viel Hokuspokus ihre Klingen feilbieten, sind die Nesmuk-Messer die zeitgemäße Interpretation von handwerklicher Messer-Herstellung mit höchstem Anspruch. Schneiden tun andere auch, aber eben nicht so gut.

Einige Details zu Nesmuk Messern

Der Name Nesmuk steht für das gekonnte Zusammenspiel von Tradition und persönlicher Erfahrung, von handwerklicher Präzision und kompromissloser Funktionalität. In seiner Grundform entspricht das Nesmuk Messer einem 3.500 Jahre alten Messertyp. Inspiriert von der Ästhetik, der Funktionalität und dem Formverständnis dieses „Ur-Messers“, hat Nesmuk es neu interpretiert und perfektioniert.

Um überlegene Ergebnisse zu erzielen, schöpft Nesmuk aus langjährigen Studien und analytischen Vergleichstests. Sie gewährleisten, dass die Herstellung der Nesmuk Messer in jedem Anwendungsbereich dem Prinzip des Optimalen folgt: die bestmögliche Werkstoffqualität und -zusammenstellung, die perfekte Klingengeometrie und höchste Detailgenauigkeit. Das Sortiment umfasst das exklusive, handgefertigte Nesmuk EXKLUSIV, das Nesmuk JANUS, das Nesmuk Diamor® und das Nesmuk SOUL.

Quelle Bildmaterial: Nesmuk

Christian Mittermeier schreibt auch für den Blog „Nachgesalzen“ im Magazin „Die Zeit“. Der Artikel ist in Auszügen seinem Blog entnommen. Den gesamten Artikel gibt es hier.

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