Mit Induktion geht das Kochen schneller und stromsparender

23. July, 2010

Induktionstechnik: So funktioniert es

Normalerweise leuchtet ein Kochfeld glutrot auf und strahlt Hitze ab. Grund hierfür sind die unter der Glaskeramik liegenden Strahlheizkörper. Bei der Induktionstechnik ist das anders: Die Wärme entsteht direkt im Topfboden. Durch flache Kupferspulen unter der Glaskeramik fließt Strom und erzeugt ein niederfrequentes elektromagnetisches Feld. Der Kochtopfboden nimmt es auf und wandelt es in Wärme um. Vorteil: Sobald der Topf von der Kochplatte genommen wird, endet der Kochvorgang.  Vergessene Kochplatten, die munter weiter heizen, gehören der Vergangenheit an.

Fast so schnell wie ein Wasserkocher


Gerade mal viereinhalb bis sieben Minuten braucht ein Induktionsfeld um eineinhalb Liter Wasser auf 90 Grad zu erhitzen. Noch schneller geht es mit der leistungssteigernden Booster-Funktion. Damit ist das Wasser bereits in drei bis viereinhalb Minuten heiß - fast so schnell wie mit dem Wasserkocher. Zum Vergleich: Strahlungsbeheizte Felder benötigen für die gleiche Menge Wasser etwa 9 Minuten.

 

Induktion spart Strom

Im Test verbrauchte die Induktionstechnik im Musterhaushalt inklusive Standby monatlich etwa 8 Kilowattstunden. Die Felder mit Strahlungsbeheizung benötigten dagegen knapp 10 Kilowattstunden. In Euro umgerechnet ist der Unterschied jedoch dürftig: Wer wenig kocht, spart mit Induktion gerade mal 5 Euro im Jahr. Kommt jeden Tag ein üppiges Menü auf den Tisch einer Großfamilie, lässt sich natürlich mehr Geld sparen.

Kindersicher

Beim Kochen mit Induktionsfeldern wird nur das Gargut im Kochtopf selbst erhitzt. Die Glaskeramik wird nur durch Rückstrahlung leicht erwärmt. Die Gefahr, dass Kinder oder die Hauskatze eine heiße Herdplatte berühren, besteht nicht mehr.

Weitere Vorteile

Kochen mit Induktion ist am besten mit dem Kochen auf Gas vergleichbar. Jedoch ist es de facto noch schneller. Zudem ist die Glaskeramik leichter zu säubern als ein Gaskochfeld. Einbrennen wie bei der strahlungsbeheizten Glaskeramik ist aufgrund der geringeren Temperaturen der Glasfläche ebenfalls nicht mehr gegeben. Und anders als beim Kochen mit Gas kann der Kochtopf auch ohne Topflappen oder Kochhandschuh angefasst werden.

Induktion - Die Vorteile auf einen Blick

In die moderne Küche gehört eine Induktion. Die Mehrzahl der heute produzierten Kochtöpfe sind auch induktionstauglich, so dass nur noch beim kompletten Austausch eines vorhandenen Kochtopf-Sets Extrakosten anfallen. In der Anschaffung sind die Induktionsfelder noch teurer, allerdings kann in der Zukunft mit weiterhin fallenden Preisen zu rechnen sein.

Kochen mit Induktion überzeugt in vieler Hinsicht: Es ist schnell – bis zu 25 % kürzere Ankochzeiten als beim klassischen Elektrokochfeld sind möglich, mit der PowerBoost-Funktion sind es sogar bis zu 55 Prozent. Und es ist effizient, denn schließlich erwärmt sich hier nur das Topfinnere, nicht die Glaskeramik. Wegen der punktgenauen Hitzeerzeugung entfallen auch lange Ankochzeiten und verlustreiche Nachwärme. All das spart Energie. Induktion ist zugleich sehr reinigungsfreundlich, denn was überläuft oder daneben geht, kann nicht anbrennen. Nicht zuletzt verbindet sich mit der Induktionstechnik ein besonderes Kocherlebnis: schnell, praktisch und effizient. Hat man das einmal erlebt, möchte man kaum anders kochen.

Quelle Bildmaterial: Electrolux, Miele

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